Wegfall der automatischen Erhebung des Kurbeitrags mit einem Tagesparkticket

Als Pilotprojekt in Bayern ist der einmalige Kurbeitrag mit einem Tagesparkticket im Gemeindebereich Kochel a. See erhoben worden.

Mit dem Lösen eines Tagesparktickets zahlte der Kunde, nicht 6 Euro, sondern 8 Euro. Mit der Zwangserhebung des Kurbeitrages gab es immer Ärger, da diese Vorgehensweise nur in unserem Gemeindegebiet angewandt wurde.

Zukünftig gilt, dass ein Tagesparkticket 7.- Euro kostet. Der Kurbeitrag von 2 Euro pro Person muss separat am gleichen Automaten gelöst werden. Mit dieser Lösung wird auf die Ehrlichkeit der Besucher gesetzt.

Anerkennung von Parktickets der Gemeinde Jachenau und Kochel a. See am Walchensee

Die Wogen nach der Einführung von Parktickets haben sich im Gemeindebereich Kochel a. See etwas gelegt. Kritik gab es, da am Walchensee zwei verschiedene Parktickets gelten. Da ist im nord/westlichen Bereich zwischen Urfeld und Einsiedl die Gemeinde Kochel a. See zuständig, während der andere Teil von Einsiedl nach Niedernach (Südufer) zum Gemeindebereich Jachenau gehört. Für Gäste unseres schönen Erholungsgebietes haben Gemeindegrenzen keine Bedeutung. Sie sehen den Walchensee als eine Einheit an. Aus diesem Grunde, setzt sich die FWG dafür ein, dass beide Kommunen auch die Parktickets der anderen bei sich gelten lassen sollten.

Ein großer Schritt ist von Seiten der Gemeinde Kochel a. See erfolgt. Der Gemeinderat stimmte am 08.11.2022 dieser Regelung zu. Jetzt ist die Gemeinde Jachenau am Zuge.

Über Erfolge und Sorgen am Walchensee

Am Mittwoch, den 24.08.22 trafen sich Bürger und Politiker zu einer Diskussionsrunde im Cafe Bucherer in Walchensee. Gesprächsstoff gab es zur genüge. Vor allem sollten die Fragen:

Was hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf Naherholung/Tourismus in Einklang mit dem Naturschutz rund um den Walchensee ergeben? Wo liegen die Probleme?

Wie sieht die derzeitige Situation aus?

Welche Stellschrauben können oder müssen angesetzt werden um unsere Landschaft und Natur bestmöglich zu erhalten?

Ein Auszug der Diskussionspunkte ist dem beiliegenden Zeitungsartikel zu entnehmen.

Ein Teil der Probleme des Walchensees hängen auch mit dem Betrieb des gleichnamigen Kraftwerkes zusammen. In den Wintermonaten wird das Wasser bis 6.60m unter dem Normalstand zur Energiegewinnung abgelassen. Die Spuren sind deutlich erkennbar.

Nachdem der Vertrag über den Betrieb des Walchenseekraftwerkes 2030 ausläuft, hat der Freistaat Bayern diesen fristgerecht gekündigt. Neuverhandlungen über den Weiterbetrieb und die Wasserrechte werden derzeit geführt.

Interessant war der Vorschlag des Vorsitzenden des Vereins „Rettet die Isar“, dass den derzeitigen Betreiber und Eigentümer Uniper betraf. Wegen der Gaskrise erhält der Konzern staatliche Unterstützung in Milliardenhöhe. Zur Sicherung der grundlastfähigen und sauberen Energie könnte das Walchenseekraftwerk, laut Vorschlag des Vorsitzenden Karl Probst, in staatliche Hände zurückfallen. Jetzt sei der Weg frei. Er hätte einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten Söder, den Wirtschaftsminister Aiwanger und den Umweltminister Glauber geschrieben.

Flächendeckender Breitbandausbau im Gemeindegebiet

Am 10.05.2022 hat sich der Gemeinderat entschieden, dass sich die Gemeinde Kochel a. See am Förderprogramm des Freistaates Bayern zum Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen beteiligt.

Mittlerweile ist die Bestandsaufnahme und die Markterkundung abgeschlossen. Bei der Ausschreibung hatten sich zwei Netzbetreiber gemeldet, die einen eigenwirtschaftlichen Ausbau einer Glasfaser-Infrastruktur im Gemeindegebiet vornehmen wollten. Aus verschiedenen Erwägungen fiel die Entscheidung auf die neu gegründete Firma UGG (Unsere Grüne Glasfaser mit Sitz in Ismaning bei München.) Ausschlaggebend war, dass die genannte Firma einen eigenwirtschaftlichen Ausbau des Netzes noch im Jahre 2022 in Angriff nehmen will. Dies war bei der zweiten Firma nicht der Fall, sodaß ein Baubeginn frühestens für das Jahr 2025 in Betracht gezogen worden wäre. Dies schien den Gemeinderäten nicht hinnehmbar zu sein.

Bei dem Vergleich der Angebote und der Konzepte ließ sich die Gemeinde von einem Vertreter der Breitbandberatung Bayern GmbH beraten.

Am 02.08.22 lud die UGG (Unsere Grüne Glasfaser) zu einem Infoabend in die Heimatbühne ein.

Nach der Vorstellung der Firma ging es um die Notwendigkeit zur Verlegung von Glasfasernetzen gegenüber den herkömmlichen Kupferleitungen zur Datenübertragung. Im Vergleich zu einem ADSL- oder VDSL Anschluss herkömmlicher Art, punktet die Glasfasertechnik durch seine Geschwindigkeit und zuverlässigerer Leistung.

Bei „Unsere Grüne Glasfaser“ soll es keine Vorvermarktungsquote wie bei einigen Wettbewerbern geben. Das Netz wird flächendeckend und ohne Vorbehalte, unabhängig von der Anzahl vorab unterschriebener Verträge, ausgebaut. Allerdings kann es bis zu den bereits mit Glasfaser angeschlossenen Verteilerkästen eines anderen Anbieters zu einer Doppelerrichtung kommen.

Wer für einen Anschluss Interesse zeigt und Geld sparen will, muss daran denken, dass er sich bis zum 31.10.2022 entscheiden sollte. Und hier kommt die Fa. O2 ins Spiel, die mit der Fa. UGG zusammenarbeitet. Die UGG verdient ihr Geld, da sie die verlegten Leitungen an die Anbieter, wie in diesem Fall O2, zur Durchleitung vermietet. Ob neben O2 noch weitere Anbieter Interesse zeigen, das wird sich in der Zukunft herausstellen.

Welche Schritte sind bereits erfolgt oder werden folgen?

  1. Ankündigung des Ausbaus (erledigt)
  2. Bauplanung durch Planungsbüro (wird demnächst abgeschlossen)
  3. Infoabend (erledigt)
  4. UGG Beraterteams vor Ort mit der Möglichkeit einen Vertrag abzuschließen (erfolgt demnächst)
  5. Hausbegehungen (noch nicht erfolgt)
  6. Bauphase Straße für Straße (noch nicht erledigt)

Aktuelle Informationen können Sie auf der Homepage der Gemeinde Kochel a. See einsehen. Sollten Sie darüberhinaus noch weitere Fragen haben, so können Sie sich gerne an die Gemeinde Kochel a. See per Mail (verwaltung@kochel.de) wenden.

Nachdem „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) die versprochene Zeitschiene, Beginn der Arbeiten noch im Jahre 2022, nicht einhielt, ergab die Nachfrage bei der Firma, dass es unerwartete Probleme gäbe. So könne der vollständige Glasfaserausbau im Ortsteil Walchensee nicht durchgeführt werden. Der Geschäftsführer für den Vertrieb entschuldigte sich, blieb aber bei der Aussage, seine Firma hätte immer noch Interesse daran die Arbeiten im Gemeindebereich durchzuführen.

Am 28.02.2023 entzog der Gemeinderat der Firma UGG den Auftrag und legte fest, dass die Fa. Telekom zum Zuge kommen solle. Der Bürgermeister berichtete, dass ein verbessertes Angebot vorliege, der Baubeginn auf das Jahr 2024 vorgezogen und das gesamte Gemeindegebiet ausgebaut werden wird.

Als nächster Schritt erfolgt nun die vertragliche Absicherung der zugesagten Leistungen mit der Fa. Telekom.

Kunden, die bereits einen Vertrag mit O 2 oder UGG unterschrieben haben, sollen sich an die entsprechenden Hotlines wenden.